Ich bin Vanessa Aigner 33 Jahre, aus Innsbruck. Meine Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Figuration. Besonders das menschliche Gesicht und der Körper faszinieren mich – sie tauchen in
meinen Werken immer wieder auf, jedoch nie als bloße Porträts, sondern als Projektionsflächen für Emotionen und Stimmungen. Wenn ich ein Bild beginne, starte ich ohne strenge Vorplanung auf einer
weißen Leinwand. Farbe, Form und Ausdruck
entwickeln sich intuitiv und spontan – manchmal zart, manchmal roh, aber immer voller Lebendigkeit. In meinen Bildern überlagern sich kräftige Konturen mit feinen Linien, fragmentierte Flächen
mit expressiven Farbfeldern. So entsteht ein spannungsvoller Dialog zwischen Klarheit und Auflösung. Mein Stil weist Anklänge an Kubismus und Expressionismus auf, zugleich fühle ich mich dem
zeitgenössischen Neo-Expressionismus verbunden. Dennoch bleibt meine Handschrift unverkennbar: Ich suche nach emotionaler Tiefe, nach dem Ungesagten hinter Gesichtern und Gesten. Das
Unvorhersehbare ist für mich zentral. Jedes Bild ist ein offener Prozess, in dem das Zufällige ebenso viel Raum bekommt wie das Geplante. Diese Offenheit überträgt sich auch auf die
Betrachtenden: Meine Werke sollen einladen, zu reflektieren, sich selbst im Bild wiederzufinden und eigene Gefühle darin zu entdecken. Ich liebe es, wenn Farben, Formen und Ausdrücke sich
entwickeln, ohne dass ich sie völlig kontrolliere. Genau das macht für mich die Magie der Malerei aus. So entstehen Arbeiten, die zwischen poetischer Abstraktion und kraftvoller Expressivität
oszillieren – Bilder, die Fragen stellen, anstatt Antworten zu geben, und die dadurch lange nachwirken.
